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Norwegen tun sich zu einem Männerforum gegen Diskriminierung zusammen

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Norwegen tun sich zu einem Männerforum gegen Diskriminierung zusammen

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Die Männer in Norwegen haben beschlossen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Nicht ganz allein, eine Frau hilft ihnen dabei – die Gleichstellungs-Ministerin Karita Bekkemellem. In einem eigens gegründeten Männer-Forum geht es um den Leidensdruck des starken Geschlechts: Jungen haben häufiger Probleme in der Schule, bei Scheidungen erhalten Männer seltener das Sorgerecht. Sie leiden unter anderen gesundheitlichen Risiken. Bekkemellem zeigt sich optimistisch: sie sei sicher, dass es mit dieser Gruppe in der Öffentlichkeit zu einer lebhaften Debatte kommen werde. Sorgfältig wurden die 32 männlichen Vertreter ausgewählt. Sie kommen aus allen Schichten und Berufssparten: Sportler, Künstler, Politiker und ein Verleger. Der sagte, Männer seien häufig zu beschämt, um zuzugeben, dass sie diskriminiert würden und dass man ihnen zuhören solle. Sie seien sich alle einig, dass sich etwas ändern müsse. Das sei schon ein erreichtes Ziel. Bei Fußball und Bier tagte das Männer-Forum zum ersten Mal in einer Sportbar. Im nächsten Sommer sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.