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Kritik und Proteste überschatten Olympia-Countdown in China

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Kritik und Proteste überschatten Olympia-Countdown in China

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Der Austragungsort ist umstritten: Die Olympischen Spiele in China im kommenden Jahr sind für Menschenrechtler ohnehin ein Problem. Jetzt ruft auch die massive Luftverschmutzung in Peking Kritiker auf den Plan. Um Probleme mit Nahrungsmitteln und der Luftverschmutzung zu umgehen, werden etwa die australischen Sportler erst so spät wie möglich anreisen. Der Präsident des Olympischen Komitees, Jacques Rogge, forderte die chinesische Regierung auf, alles dafür zu tun, die Herausforderung Umweltverschmutzung zu meistern. Das Pflanzen von Bäumen, der Bau von Grünzonen, all das sei wichtig und werde die Luftqualität verbessern und die Umweltverschmutzung verringern. Thema Tibet: Erst an diesem Dienstag wurden bei einer Demonstration an der Großen Mauer bei Peking sechs Unabhängigkeitsaktivisten festgenommen. Ihr Protest richtete sich gegen die chinesische Herrschaft über Tibet, das sich die kommunistische Volksrepublik 1951 als autonome Region einverleibt hatte. Westliche Menschenrechtsgruppen prangern außerdem Beschränkungen für die Arbeit ausländischer Medien und Probleme mit der Pressefreiheit in China an. Paul Steiger vom Komitee zum Schutz von Journalisten aus New York forderte das Olympische Komitee auf, sich dafür einzusetzen, dass die chinesische Regierung sich an gegebene Zusagen im Hinblick auf die Pressefreiheit halte. Es liege in der Verantwortung des Komitees, die Regierung daran zu erinnern. In ihrem eindringlichen Brief forderten Bürgerrechtler, Anwälte, Professoren, Schriftsteller und Journalisten jetzt eine Amnestie für politische Gefangene, die Rückkehrerlaubnis für Exilchinesen, Pressefreiheit, gerechte Entschädigungen für Zwangsumgesiedelte, freie Gewerkschaften sowie ein unabhängiges Gremium zur Aufsicht über alle olympischen Finanzausgaben.