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Maul- und Klauenseuche: Großbritannien hebt inländisches Transportverbot für Huftiere auf

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Maul- und Klauenseuche: Großbritannien hebt inländisches Transportverbot für Huftiere auf

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Das wegen der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien geltende Transportverbot für Huftiere wird weitestgehend aufgehoben. Dies gab die Chefin des britischen Veterinärdienstes bekannt. Gleichzeitig ordnete sie an, daß der Tierbestand eines dritten Betriebes vorsorglich getötet wird.

“Wir haben entschieden, daß ab Mitternacht lebende Tiere zu Schlachthöfen und tote Tiere zu Verwertungsstellen transportiert werden dürfen. Dazu ist eine Genehmigung erforderlich, die für Betriebe außerhalb der Sperrzone in Surrey erteilt werden wird”, verkündete Debbie Reynolds.

Bei der Suche nach dem Ursprung der Maul- und Klauenseuche konzentrieren sich die Ermittler nach Medienangaben auf das Labor des Pharamaunternehmens Merial Animal Health. Das Joint-Venture des US-Konzerns Merck und der französischen Sanofi-Aventis erklärte, man habe keinerlei Schwachstellen im Sicherheitssystem feststellen können.

Nach dem Zwischenbericht der unabhänigen Untersuchungskomission deutet mehr auf eine Verbreitung durch Menschen hin als auf technisches Versagen. Es komme sowohl eine Versehentliche Übertragung als auch ein Sabotageakt in Frage.

Auf seiner Tagung im Brüssel zeigte sich der Vetetrinärausschuß der EU mit den von Großbritannien getroffenen Maßnahmen einverstanden. Das Exportverbot für britisches Fleisch, lebende Tiere, Milch und Milchprodukte aus Großbritannien bleibt allerdings bestehen.

Der britische Bauernverband erwägt eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe.