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Schlichtung nach ersten Lokführerstreiks in Deutschland

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Schlichtung nach ersten Lokführerstreiks in Deutschland

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Deutsche Bahn und Lokführer steuern in ihrem Tarifstreit nun auf eine Schlichtung zu. Die Gewerkschaft hat als Schlichter Heiner Geißler benannt, die Bahn Kurt Biedenkopf: früher beide Spitzenpolitiker in der CDU, inzwischen beide erfahrene Vermittler. Für die Dauer einer ersten Schlichtungsrunde will die Gewerkschaft auf weitere Streiks verzichten. Noch am Morgen war es in Berlin und Hamburg zu den ersten Streiks gekommen. In den beiden größten Städten Deutschlands standen zwei Stunden lang viele S-Bahnzüge still. Ein Chaos blieb aus: Viele sind im Urlaub, außerdem war der Streik angekündigt.

Möglich war er trotz einiger Gerichtsurteile, weil es hier um Stadtverkehr ging. Für Fern- und Güterverkehr zum Beispiel hat das Arbeitsgericht Nürnberg Streiks bis Ende September verboten. Über den Widerspruch der Gewerkschaft wird am Freitag verhandelt. Die Gewerkschaft will einen eigenen Tarifvertrag mit erheblichen Gehaltserhöhungen. Die Bahn hat aber gerade erst einen Vertrag mit zwei anderen Gewerkschaften geschlossen und will, dass die Lokführergewerkschaft diesen Abschluss übernimmt.