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Aktienkurse sinken weltweit erneut

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Aktienkurse sinken weltweit erneut

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Die Kursverluste an der New Yorker Börse haben sich auch an diesem Tag fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Handelsstunden erneut rund ein Prozent. Das blieb aber erheblich unter den Einbußen vom Vortag. Wegen der dortigen Hypotheken- und Immobilienkrise waren die Aktienmärkte in den USA und in der Folge auch weltweit am Donnerstag auf breiter Front eingebrochen. Viele traf das unvorbereitet: Noch vor einer Woche hätten Banken und Versicherer hervorragende Zahlen vorgelegt, sagt Francois Chaulet, ein Vorstand der Fondsfirma Montsegur. Zum Teil seien diese Zahlen über den Erwartungen gewesen. Aber auch wenn diese Banken nicht geschädigt waren, so gebe es doch Anzeichen, das einige ihrer Kunden geschädigt waren. Damit weiterhin genug Geld im Umlauf ist, haben Notenbanken weltweit mehr als zweihundert Milliarden Euro in das System gepumpt. Der Großteil stammt von der Europäischen Zentralbank. Die amerikanische Notenbank kündigte weitere Unterstützung an.

Henk Potts, ein Analyst der Barclays-Bank, beschwichtigt aber: Wenn man die Schlagzeilen lese, denke man, wegen dieser Milliarden-Eingriffe stehe ein Zusammenbruch der Kreditmärkte bevor. Es sei aber ein vorbeugender Schritt der Notenbanken, um genau das zu verhindern. Noch sind die Anleger aber nicht beruhigt, auch nicht in Europa. Der Dax in Frankfurt schloss mit einem Minus von anderthalb Prozent – gerade vier Wochen nach seinem Rekordhoch. Weit höher fielen die Einbußen für die europäischen Werte im EuroStoxx 50 aus. Der Zürcher Aktienindex SMI verlor ähnlich stark und schloss sogar auf einem neuen Jahrestief.