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Mindestens 57 Menschen bei Gefechten auf den Philippinen getötet

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Mindestens 57 Menschen bei Gefechten auf den Philippinen getötet

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Bei Gefechten mit militanten Islamisten sind auf der südphilippinischen Insel Jolo mindestens 57 Menschen getötet worden. Nach Angaben des philippinischen Militärs waren 25 Soldaten unter ihnen, ein junger Zivilist und 31 Aufständische. Die Kämpfe hatten an diesem Donnerstag begonnen, als Angehörige der Terrorgruppe Abu Sayyaf eine Militäreinheit überfielen. Die Gruppe gilt als die brutalste der auf den Philippinen aktiven islamistischen Organisationen. Sie soll mit dem Terrornetzwerk al-Qaida und der Jemaah Islamiya zusammenarbeiten. In den Kampfgebieten um die Inselstädte Indanan und Maimbung sind nach Behördenangaben mehr als 4300 Menschen auf der Flucht. Angesichts einer drohenden Eskalation der Gewalt forderte die separatistische frühere Rebellenbewegung MNLF die Organisation der Islamischen Konferenz in Saudi-Arabien zum Einschreiten auf. Die Abu Sayyaf soll auch für die Entführung der Lehrerfamilie Wallert aus Göttingen im April 2000 verantwortlich sein. Die Familie war erst nach monatelanger Geiselhaft freigekommen.