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Schweizer Hochwasser geht leicht zurück

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Schweizer Hochwasser geht leicht zurück

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Die Hochwasserlage in der Schweiz und in Südwestdeutschland entspannt sich leicht. Der Rhein steigt nördlich von Kehl noch an, aber weniger als erwartet. In Karlsruhe erreichte das Hochwasser am Mittag seinen Höhepunkt. 8,35 Meter bedeuten aber keine Gefahr für die Deiche. Nur die Schifffahrt wird noch einige Tage ruhen. Ein Mann starb allerdings bei heftigem Regen in Nordrhein-Westfalen. Der 61-jährige ertrank in Arnsberg in seinem Keller, wo er von den Wassermassen überrascht worden war. In der Schweiz gehen in Bern, im Aargau und in Basel die Pegelstände deutlich zurück. Das Wasserkraftwerk Rüchlig bei Aarau bleibt aber abgeschaltet. Dort steht das Wasser zwanzig Zentimeter hoch in der Turbinenhalle. Angespannt bleibt die Situation aber am Bielersee: Das Wasser sinkt dort nur sehr langsam; der Pegel übertraf sogar das schwere Hochwasser von 2005. Auch die Schäden sind vermutlich höher als damals; Regierungsstatthalter Werner Könitzer beschreibt die Lage: “Es ist eine sehr schlimme Situation. Sämtliche Gemeinden um den Bielersee herum, aber auch hinterliegende Gemeinden sind sehr stark betroffen. Sehr viele Gebäude wurden überflutet.”

Die Gesamtschäden sind noch nicht abschätzbar. Die schweizerischen Bauern rechnen aber zum Beispiel mit großen Ernteausfällen. Kräftiger Regen hat inzwischen auch in Österreich zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Besonders betroffen waren die Region um Wien und Niederösterreich. Allein in der Hauptstadt fiel letzte Nacht so viel Regen wie sonst im ganzen Monat August. Sogar der Wiener Flughafen war zeitweise gesperrt.