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Blutiger Wahlkampf in Guatemala

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Blutiger Wahlkampf in Guatemala

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Drei Tote in drei Tagen – das ist die jüngste Bilanz des blutigsten Wahlkampfs in Guatemala seit Ende des Bürgerkriegs vor zehn Jahren. Immer wieder werden Politiker zur Zielscheibe für Anschläge. Der letzte Fall von insgesamt 40 Morden ist der an einem Bürgermeisteranwärter im Nordwesten des Landes. Er war ein Anhänger der Präsidentschaftskandidatin Rigoberta Menchú. Am schlimmsten ist die Partei des Spitzenkandidaten Alvaro Colom betroffen. Die Partei der Nationalen Einheit der Hoffnung verlor 18 ihrer Kandidaten und Aktivisten in dem blutigen Wahlkampf. Sie alle wurden ermordet. Colom sagte, das Land sei vom organisierten Verbrechen infiltriert und die Partei habe dagegen gekämpft. Deshalb seien nun so viele Mitglieder umgebracht worden. Für die Anschläge in dem Guatemala werden Drogenhändler und ehemalige Paramilitärs verantwortlich gemacht. Der Wahlkampf endet am 9. September. Dann entscheiden rund 5,9 Millionen Guatemalteken über ihre neue Regierung.