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Wende im Geiseldrama in Sicht

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Wende im Geiseldrama in Sicht

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In Afghanistan sind 2 der insgesamt 21 koreanischen Geiseln auf freiem Fuß. Wie ein Sprecher der Taliban sagte, handele es sich bei den beiden um erkrankte Frauen, die die Organisation als Geste des guten Willens freilasse. In Gazni trafen sich heute Unterhändler der Regierung in Seoul und Mitglieder der Taliban in einem Gebäude des roten Halbmonds zu weiteren Verhandlungen über eine Befreiung der Geiseln. Die Koreaner Mitglieder einer christlichen Gruppe sind seit dem 19. Juli in der Hand ihrer Entführer. Zwei Männer wurden bereits ermordet. Die Taliban verlangen die Freilassung von Gesinnungsgenossen aus afghanischer Haft und haben mehrfach gedroht, weitere Geiseln zu töten. Afghanistan und die USA fürchten, dass ein Gefangenenaustausch nur weitere Entführungen nach sich ziehen könnte. Die koreanische Regierung gerät wegen der Geiseln in Afghanistan zunehmend unter innenpolitischen Druck.