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Schwieriger Start der Kosovo-Verhandlungen

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Schwieriger Start der Kosovo-Verhandlungen

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Im Kosovo-Konflikt haben die internationalen Vermittler schon zu Beginn der neuen Verhandlungsrunde mit verhärteten Fronten zu kämpfen. Geplante Pressekonferenzen in Belgrad und Pristina wurden abgesagt. Die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien sei nicht mehr zu verhindern, erklärte die albanische Seite der Troika aus Vertretern von EU, USA und Russland. Das ist für den Leiter der serbischen Delegation, Oliver Ivanovic, ausgeschlossen: “Es gibt immer noch eine begrenzte Hoffnung, dass wir in den nächsten 120 Tagen eine Lösung finden. Dann wird der Fall wieder dem UN-Sicherheitsrat übergeben und das ist die Garantie für die Serben und Serbien, dass das internationale Recht eingehalten wird.”

Im Kosovo leben zwei Millionen Albaner und eine Minderheit von 100-tausend Serben. Die fürchtet, von der albanischen Mehrheit unterdrückt zu werden, sollte sich die Provinz von Serbien abspalten. Ein UN-Plan sieht eine eingeschränkte Unabhängigkeit des Kosovo vor, bei der die Serben weitgehende Sonderrechte erhalten. Sowohl die Regierung in Belgrad als auch Russland lehnten den Vorschlag ab. Formal gehört das Kosovo weiter zu Serbien, untersteht seit Ende der 90er Jahre jedoch UN und NATO. Letztere führt die internationale Schutztruppe KFOR, deren größtes Kontingent Deutschland stellt. Auch Österreich und die Schweiz beteiligen sich.