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Ermittlungen nach Sprengstoffanschlag auf Russischen Schnellzug

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Ermittlungen nach Sprengstoffanschlag auf Russischen Schnellzug

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Die russischen Behörden haben nach dem Sprengstoffanschlag auf die Eisenbahnstrecke Moskau – Sankt Petersburg ein Ermittlungsverfahren wegen terroristischer Aktivitäten eingeleitet. Der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB stellte eine Verbindung zum tschetschenischen Unabhängigkeitskampf im Süden Russlands her.

Am Montagabend gegen 21 Uhr 40 Ortszeit war der “Newski Express” bei Tempo 180 entgleist, weil ein Sprengsatz ein Loch von etwa eineinhalb Metern Durchmesser in das Gleisbett gerissen hatte. Sechzig Insassen des Zuges wurden verletzt, 38 so schwer, daß sie stationäre Behandlung benötigen.

An seinem sibirischen Urlaubsort gab Präsident Putin am Mobiltelefon Anweisungen an den Verkehrsminister, den Menschen zu helfen und die Strecke wiederherzustellen.

Nach dem Anschlag wurden die Sicherheitsmaßnahmen an den russischen Bahnhöfen verstärkt. Das Muster des Anschlags gleicht zwei Anschlägen im Jahr 2003 und 2005. Damals waren auf einen Vorortzug in Nordwesttschetschenien und auf den Fernschnellzug von Grosni nach Moskau Sprengstsoffanschläge verübt worden.