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Angst vor Mafia-Krieg in Italien nach Blutbad von Duisburg

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Angst vor Mafia-Krieg in Italien nach Blutbad von Duisburg

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Nach dem sechsfachen Mafia-Mord von Duisburg sind in Süditalien am Donnerstag hohe Polizeibeamte zu einem Krisentreffen zusammengekommen. In Reggio di Calabria berieten sie darüber, wie eine Eskalation der Fehde zweier Mafia-Sippen verhindert werden kann. In dem 3600 Seelen-Dorf San Luca, aus dem die Opfer stammen, wurden Sicherheitskräfte zusammengezogen. An den Zufahrtsstraßen finden Kontrollen statt, das Dorf selbst wirkt wie ausgestorben. Die Menschen haben Angst, heißt es.

Das Massaker von Duisburg ist nach Ansicht der Ermittler eine Racheakt der ‘Ndrangheta, wie die kalabrische Mafia genannt wird. Die Polizei konzentriert sich jetzt auf die Auswertung der Aufnahmen einer Überwachungskamera.

Einer des sechs gestern getöteten Italiener wird dringend verdächtig, am 1. Weihnachtsfeiertag des vergangenen Jahres die Ehefrau des Chefs eines rivalisierenden ‘Ndrangheta-Clans getötet zu haben.