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Hunderte von Toten bei Erdbeben in Peru

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Hunderte von Toten bei Erdbeben in Peru

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Bei dem schweren Erdbeben in Peru sind nach neuen Angaben rund vierhundert Menschen ums Leben gekommen. Mehr als tausend Menschen wurden demnach verletzt. Die meisten Opfer wurden in den Trümmern der zusammengestürzten Häuser
gefunden. Nach weiteren Verschütteten wird noch gesucht.

Besonders betroffen war die Küstengegend südlich der Hauptstadt Lima, rund um die Städte Ica, Pisco und Chincha. Die Krankenhäuser, wie hier in Chincha, sind überfüllt; außerdem werden hier auch noch Leichen abgeladen. Die Gebäude selbst sind zum Teil schwer beschädigt; oft sind auch noch Strom und Wasser ausgefallen. Die Rettungskräfte suchen noch Möglichkeiten, besonders schwere Fälle nach Lima zu bringen.

Die Helfer konnten nur schwer in diese Gegend gelangen: Die Panamericana-Straße, die wichtige Küstenautobahn, war durch Risse und Steinschlag an manchen Stellen kaum passierbar.

Das Beben hatte nach unterschiedlichen Angaben eine Stärke zwischen 7,5 und knapp acht. Dem Erdstoß folgten mehrere starke Nachbeben.

Die Erschütterungen waren auch noch in der Hauptstadt Lima zu spüren, richteten dort aber vergleichsweise wenig Schaden an. Viele Menschen liefen allerdings in Panik auf die Straße. Das Beben passierte zur abendlichen Hauptverkehrszeit. Auch in einigen Nachbarländern waren die Erdstöße noch spürbar.

Ein ähnlich starkes Beben gab es in Peru zuletzt vor zwei Jahren, damals allerdings im kaum besiedelten Regenwald im Norden des Landes. 1970 starben dagegen im Süden mindestens fünfzigtausend Menschen in einem der schwersten Erdbeben überhaupt.