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Irakischer Ministerpräsident al-Maliki will mit Bündnis der Gewalt entgegenwirken

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Irakischer Ministerpräsident al-Maliki will mit Bündnis der Gewalt entgegenwirken

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Nach den verheerenden Anschlägen im Norden des Iraks versuchen der schiitische irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Präsident Dschalal Talabani, ein Kurde, durch ein Bündnis zur besseren Verständigung zwischen den Volksgruppen beizutragen. Die Parteien der Sunniten beteiligten sich nicht an dem Bündnis. Die Tür stehe ihnen jedoch offen, sagte al-Maliki. Die Politiker hoffen, durch den Pakt, den sie “Front der moderaten Kräfte” nennen, der ausufernden Gewalt entgegenwirken zu können.

Bei mehreren Selbstmordanschlägen im Norden des Landes wurden gestern über 500 Menschen getötet, ebenso viele sind zum Teil schwer verletzt. Die Opfer gehören alle der religiösen Glaubensgemeinschaft der Jesiden an. Sie sind eine Minderheit und waren bereits in den vergangenen Jahren immer wieder Repressalien ausgesetzt gewesen. In der kurdischen Autonomieregion im Nordirak wurde der Donnerstag zum offiziellen Trauertag erklärt. Ministerpräsident al-Maliki stellte Hilfsgelder für die Dorfbewohner in Aussicht.