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Aktienmärkte weiter in Unruhe wegen US-Hypothekenkrise

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Aktienmärkte weiter in Unruhe wegen US-Hypothekenkrise

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Die europäischen Aktienmärkte sind am Morgen der steilen Talfahrt der asiatischen Märkte nicht gefolgt: Zwar verzeichneten auch in Europa die meisten Börsen bei der Eröffnung Verluste, doch im weiteren Handelsverlauf wechselten die Indices ins Plus – so auch der DAX in Frankfurt. Ebenso war es zuvor in New York zunächst abwärts gegangen, doch kurz vor Handelsschluss ging es zurück in die Gewinnzone. Weltweit sorgen die Probleme am US-Hypothekenmarkt für Nervosität an den Börsen. Die Ungewissheit sei gegenwärtig das Problem, sagte der Börsen-Makler Sandy Chen in London. Nicht einmal die Banken selbst wüssten genau, was in den verschiedenen Bereichen ihres Aktienhandels vorgehe.

Zuvor war der japanische Nikkei-Index um mehr als fünf Prozent gefallen. Unterdessen stellte die japanische Notenbank dem Geldmarkt erneut zusätzliche Liquidität zur Verfügung, – wegen eines erneuten Anstiegs der kurzfristigen Zinsen. Nach Mitteilung der Bank von Japan wurden knapp acht Milliarden Euro dem Geldmarkt zugeführt. Experten hatten mit einer geringeren Liquiditätszufuhr gerechnet. Hintergrund der Notenbank-Interventionen ist das weltweite Übergreifen der US-Hypothekenkrise auf die Geldmärkte. Dies hatte zu erheblichen Liquiditätsengpässen an den Geldmärkten geführt und die kurzfristigen Zinsen deutlich ansteigen lassen.