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Gemeinsames Manöver der Schanghai-Staaten

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Gemeinsames Manöver der Schanghai-Staaten

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Nach der politischen Zusammenarbeit steht für die so genannte Schanghai-Organisation heute die militärische im Vordergrund. Zu der Organisation gehören Russland, China und vier mittelasiatische Länder dazwischen. Ihre Staatschefs sind heute auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe der sibirischen Stadt Tscheljabinsk. Sechstausend Soldaten aus allen Mitgliedsländern nehmen dort zum ersten Mal an einem Manöver teil, bei dem sie den gemeinsamen Kampf gegen Terroristen üben sollen.

Die Schanghai-Organisation war ursprünglich ein lockerer Zusammenschluss, der Grenzstreitigkeiten regeln sollte. In den letzten Jahren hat sich die Zusammenarbeit in der Gruppe aber vertieft. Erst gestern unterschrieben die Präsidenten der sechs Länder ein Abkommen über die langfristige Zusammenarbeit.

Dabei geht es bisher vor allem um Handel und Energie, schließlich sind die mittelasiatischen Länder äußerst reich an Rohstoffen. Vor allem Russland will aber auch eine Zusammenarbeit im Kampf gegen Terroristen und Aufständische. Übungen wie diese sollen nach russischen Vorstellungen am besten jährlich stattfinden.

Die Schanghai-Organisation sieht sich in der Region als Gegengewicht zu den USA. Westliche Länder befürchten angesichts solcher Bilder, dass das bald auch militärisch der Fall sein könnte.