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Internationale Hilfe nach schwerem Erdbeben in Peru

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Internationale Hilfe nach schwerem Erdbeben in Peru

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Nach dem verheerendsten Erdbeben der letzten Jahrzehnte hat der peruanische Zivilschutz eine vorläufige Bilanz gezogen: Demnach kamen 437 Menschen in den Trümmern ums Leben, 829 wurden verletzt. Es sei praktisch aussichtslos unter den Verschütteten noch Lebende zu finden, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Stärke des Bebens wurde vom US-amerikanischen geologischen Institut USGS von 7,9 auf 8,0 der Richterskala korrigiert. Laut dem Institut für Geophysik in der Hauptstadt Lima hatte es gestern Hunderte von Nachbeben gegeben.

Zahlreiche Staaten versprachen dem peruanischen Präsidenten Alan Garcia Unterstützung. Deutschland stellte 200-tausend Euro Soforthilfe bereit. Auch die Schweiz kündigte Hilfe an. Die Europäische Union will mindestens eine Million Euro freigeben, hieß es aus Brüssel. Besonders betroffen sind die Städte Pisco, Ica und Chincha südlich von Lima. Dort werden vor allem Decken, Notunterkünfte, Hygieneartikel und Medikamente benötigt. Zehntausende Menschen sind seit Mittwoch Abend obdachlos. Peru gilt als klassisches Erdbebenland. Im Jahr 1970 hatte ein Beben bis zu 70-tausend Todesopfer gefordert.