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Nachbeben in Peru

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Nachbeben in Peru

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Das Erdbebengebiet von Peru ist von einem weiteren Nachbeben erschüttert worden. Der Erdstoß hatte nach unterschiedlichen Angaben diesmal eine Stärke von 5,5 bis sechs; das Hauptbeben lag bei bis zu acht. Die Geologen sagen noch weitere Nachbeben voraus. Bei dem Erdbeben sind nach letzten Angaben mehr als fünfhundert Menschen ums Leben gekommen. Keiner weiß aber, wieviele unter den Trümmern begraben sind. Dass einige von ihnen noch leben könnten, schließen die Rettungskräfte inzwischen weitgehend aus. Vor allem ein Gebiet südlich der Hauptstadt Lima ist betroffen, rund um die Städte Ica, Pisco und Chincha. Retter und Hilfsgüter kommen nur schwer hierher: Die wichtige Küstenautobahn, die Panamericana, ist teilweise kaum befahrbar. Nach Behördenangaben sind siebzehntausend Gebäude eingestürzt. Zehntausende Menschen sind obdachlos. “Wir brauchen Wasser und Essen,” sagt eine Frau. “Wir brauchen Decken, weil wir auf der Straße schlafen; die Kinder haben da keinen Schutz.”

Vor allem die Nächte sind zur Zeit, im südamerikanischen Winter, kühl; Notunterkünfte werden dringend gebraucht. Viele Länder stellen solche Hilfe bereit, auch sie kommt aber nur langsam hier an. Die Armee hat eine Luftbrücke nach Lima errichtet: Damit kommen zumindest einige Hilfsgüter zu den Menschen; im Gegenzug werden viele Verletzte nun in die Hauptstadt geflogen: Die Krankenhäuser vor Ort sind beschädigt, es fehlen Wasser und Strom. Deutschland stellt als Soforthilfe zweihunderttausend Euro zur Verfügung, die Europäische Union plant mindestens eine Million Euro. Aus der Schweiz sind Experten nach Peru geflogen, um vor Ort Einzelheiten der Hilfe zu klären.