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Erneut umstrittener Sarkozy-Urlaub

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Erneut umstrittener Sarkozy-Urlaub

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Es muss für Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ein schöner Urlaub gewesen sein: zwei Wochen Abgeschiedenheit an der amerikanischen Atlantikküste, dazwischen sogar eine Einladung zum Kollegen George Bush, dessen Sommersitz nicht allzu weit entfernt liegt.

Klingt alles nobel, und war es auch: So sehr, dass sich viele fragten, wer das eigentlich bezahlt. Jetzt ist es heraus: Die Rechnung, nach einem Zeitungsbericht mehr als vierzigtausend Euro, wurde von reichen Freunden beglichen. Wieder einmal, muss man sagen: Gleich nach seiner Wahl verbrachte Sarkozy schon ein paar Tage auf der Luxusyacht eines befreundeten Milliardärs.

Eine Steilvorlage für die Opposition: Sozialistenchef Francois Hollande sagt, man wolle keinen Politiker, bei dem letztlich das Volk bezahlen müsse, was er zuvor seinen Günstlingen geschenkt habe.

Zum Beispiel die Agostinellis, einer der Geldgeber für den umstrittenen Urlaub. Dass das Präsidentenpaar bei der Amtseinführung von der Luxusfirma Prada eingekleidet wurde, hat mit Mathilde Agostinelli zu tun. Sie ist eine enge Freundin von Sarkozys Frau Cécilia, und sie hat bei Prada einen hohen Posten.

Auch diese Extravaganz der Sarkozys sorgte nicht bei allen Franzosen für Zustimmung. Immerhin – eine Zeitschrift wählte Sarkozy wegen dieses Anzugs prompt zu einem der bestgekleideten Männer der Welt: Ein schöner Erfolg nach so kurzer Amtszeit.