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Abdullah Gül fällt durch

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Abdullah Gül fällt durch

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Der türkische Außenminister Abdullah Gül ist zwar nach wie vor der Favorit bei der Staatspräsidenten-Wahl, doch hat er im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit der Stimmen bekommen. Gül bekam nur 341 statt 367 Stimmen. Die zweite Runde ist für Freitag angekündigt.

Im Frühjahr hatte das Verfassungsgericht ganz verhindert, dass er Präsident werden konnte. Der erste Wahlgang war annulliert worden. Seine Gegner sehen in Gül eine Gefahr für die von Staatsgründer Kemal Atatürk verfügte Trennung von Staat und Religion sehen. Gül hatte im Vorfeld der Wahlen immer wieder betont, sich für die Demokratie in der Türkei einzusetzen.

Gül ist Kandidat der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP. Die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) von Deniz Baykal wirft Gül, dessen Frau ein Kopftuch trägt, weiterhin die schleichende Islamisierung der Türkei vor. Die CHP boykottiert die Wahl.