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Angehörige der verschütteten Bergleute in China sind verzweifelt

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Angehörige der verschütteten Bergleute in China sind verzweifelt

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180 Bergleute sind noch immer in zwei überfluteten Bergwerken in der Provinz Shandong in China eingeschlossen. Versuche von Angehörigen mit Verantwortlichen zu sprechen, arteten in Gewalt aus. Die Angehörigen hatten im Internet gelesen, Rettungsarbeiten seien eingestellt worden, da es kaum mehr Hoffnung für die verschütteten Bergleute gebe. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unterdessen, die Bergungsarbeiten dauerten an.

Der Bruder eines eingeschlossenen Bergmannes berichtet verzweifelt, er bekomme einfach keine Informationen, im Internet habe er nachgesehen, doch die Verantwortlichen in China hüllten sich in Schweigen. Am Wen-Fluss war am Freitag ein Damm gebrochen. Die Wassermassen drangen in die Schachtanlagen in Xintai in der Provinz Shandong ein. Heftige Regenfälle hatten den Wen-Fluss stark anschwellen lassen. Jährlich kommen durch Unfälle in Chinas Bergwerken nach Schätzungen bis zu 10 000 Menschen ums Leben. Schuld sind meist veraltete Ausrüstung und schlechte Sicherheitsvorkehrungen.