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Frankreichs Außenminister im Irak

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Frankreichs Außenminister im Irak

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Ein neues Gesicht im Irak: der französische Außenminister Bernard Kouchner. So hoher Besuch aus Paris ist seit mehr als vier Jahren nicht mehr hier gewesen, seit dem Beginn des Irakkriegs. Das ist ein Kurswechsel: Der alte Präsident Jacques Chirac lehnte nach dem amerikanischen Einmarsch jede Initiative ab. Unter seinem Nachfolger Nicolas Sarkozy soll sich das nun ändern.

Drei Tage wird Kouchner im Irak bleiben; in dieser Zeit will er mit Vertretern aller Gruppierungen im Irak sprechen. Er sagt, die Lage hier sei ein irakisches Problem, das nur die Iraker selbst lösen könnten. Eine militärische Lösung gebe es dabei nicht, nur eine politische. An diesem Tag jährt sich auch zum vierten Mal der schwere Bombenanschlag auf die Vertretung der UNO in Bagdad. 22 Menschen starben damals, im August 2003, bei dem Attentat. Kouchner legt zur Erinnerung einen Kranz nieder; unter den Opfern war auch ein Freund von ihm, der damalige UNO-Sondergesandte.