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Retter suchen Opfer nach Erdbeben in Peru

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Retter suchen Opfer nach Erdbeben in Peru

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Noch immer suchen Retter im Erdbebengebiet von Peru unter den Trümmern nach Opfern; auf Überlebende hoffen sie jetzt, fünf Tage nach dem Beben, nicht mehr. Vor allem auf dem Luftweg kommen inzwischen auch Hilfsgüter aus aller Welt hier an; viele Straßen und Brücken sind zerstört. Trotzdem klagen viele Menschen, dass es zu langsam geht und dass auch die Verteilung nicht funktioniert. Wo es Wasser und Essen gibt, müssen sie oft stundenlang anstehen. Auch Zelte und Decken gibt es längst noch nicht für alle; viele müssen die kalten Nächte nach wie vor im Freien verbringen.

Das Erdbeben der Stärke acht traf ein Gebiet an der Pazifikküste, südlich der Hauptstadt Lima. Mehr als fünfhundert Menschen starben; die meisten von ihnen in der Stadt Pisco. Noch immer gibt es starke Nachbeben, auch an diesem Tag wieder; ein zwölfjähriger Junge kommt dabei ums Leben, begraben unter einer eingestürzten Hauswand.

Viele Menschen werden noch vermisst; inzwischen hängen Listen mit ihren Namen aus. Gestrichene Namen bedeuten Klarheit – so oder so. Weitere Soldaten und Polizisten sind in das Erdbebengebiet beordert worden, vor allem um Plünderern das Handwerk zu legen. Nach Angaben der Regierung mit Erfolg: Seit Sonnabend habe es keine Zwischenfälle mehr gegeben. Einige tausend Sicherheitskräfte sind es inzwischen, die für Ordnung im Chaos sorgen sollen.