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Sarkozy für chemische Kastration rückfälliger Sexualstraftäter

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Sarkozy für chemische Kastration rückfälliger Sexualstraftäter

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Nach dem Skandal um einen rückfällig gewordenen Kinderschänder prüft Frankreichs Regierung Gegenmaßnahmen wie die chemische Kastration. Nach einer Ministerrunde in Paris sprach sich Präsident Nicolas Sarkozy für diese Form der Kastration auf freiwilliger Basis aus. Ein auf Sexualstraftäter spezialisiertes Krankenhaus soll 2009 in Lyon eröffnet werden.

Sarkozy hatte zuvor den Vater des Opfers empfangen. Dessen fünfjähriger Sohn war in der vergangenen Woche von einem aus der Haft entlassenen Mehrfachtäter entführt und sexuell missbraucht worden. Alles, was er wolle, seien schärfere Gesetze, und die habe Sarkozy ihm versprochen, erklärte der Vater, und falls sie das Versprechen nicht hielten, werde er weiter darum kämpfen.

Der Kinderschänder hatte wegen ähnlicher Vergehen seit 1975 mehrere langjährige Haftstrafen abgesessen und war im Juli entlassen worden. Das Potenzmittel Viagra, das bei ihm gefunden wurde, hatte ihm noch während der Haft ein Gefängnis-Arzt verschrieben. Der Arzt meldete sich inzwischen freiwillig bei der Polizei. Zunächst blieb unklar, warum er dem Pädophilien das Mittel verschrieben hatte.