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Aussgangsperre nach Studentenunruhen

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Aussgangsperre nach Studentenunruhen

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In Bangladesch hat die Regierung eine unbegrenzte Ausgangssperre verhängt, nachdem sich Studenten zwei Tage lang Straßenschlachten mit Sicherheitskräften geliefert hatten. Die Polizei hatte mit Schlagstöcken, Tränengas und dem Einsatz von Wasserwerfern reagiert. Bei den Zusammenstößen sind seit Montag mindestens ein Student getötet und dreihundert verletzt worden.

Die Studenten forderten die Regierung auf, zur Demokratie zurückzukehren – und die Armee aus den Universitäten abzuziehen. Ein Student: “Die Regierung hat das Blut von Tausenden Studenten vergossen. Viele sind noch im Krankenhaus, und noch mehr liegen auf den Straßen, nach der Gewalt von heute!”

Die Unruhen haben ihren Ausgang in drei Hochschulen in der Hauptstadt Dhaka sowie in den Städten Tschittagong im Süden und Kuschtia im Westen des Landes gekommen. Zu den schwersten Zusammenstößen kam es dabei an “Dhaka University”, wo Studenten Steine schleuderten und Feuer auf dem Campus legten.

In Bangladesch gilt seit Januar der Notstand. Eine Übergangsregierung sollte eigentlich die Korruption bekämpfen, und schnell wieder demokratische Wahlen organisieren…