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Britisches Fleich zurück auf den Märkten

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Britisches Fleich zurück auf den Märkten

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Die Exportbeschränkungen wegen der Maul- und Klauenseuche für Vieh und landwirtschaftliche Produkte aus Großbritannien werden weitgehend aufgehoben. Ab dem Wochenende können britische Fleischprodukte – und lebende Tiere – wieder ausgeführt werden. Das beschlossen die EU-Veterinärexperten auf einem Treffen in Brüssel, nachdem seit zwei Wochen kein neuer Fall der Seuche mehr registriert wurde.

Fred Landeg vom britischen Veterinäramt hatte dennoch befürchtet, dass das Embargo für lebende Tiere in Kraft bliebe. Um so größer ist seine Freude jetzt: “Das war eine bessere Entscheidung als wir gehofft hatten! Jetzt brauchen wir nur noch ein paar Verwaltungs-Maßnahmen treffen, hinsichtlich der Zertifikate, die die Tiere vor der Ausfuhr benötigen.”

Nur der Export von Fleischprodukten aus einem Umkreis von 10 Kilometern um die von der Tierkrankheit betroffenen Höfe bleibt vorerst noch verboten. Philipp Todd, Sprecher von EU-Gesundheits- und Verbraucherschutzkommissar, Marco Kyprianou legt dar, warum diese geringe Schutzmaßnahme genügt: “Das ist möglich wegen der schnelle Maßnahmen der britischen Behörden. Schon sehr früh hat es Transportbeschränkungen gegeben. Auch der Ausgangsort der Krankheit wurde schnell identifiziert, und sofort wurden Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit getroffen, wie etwa Notschlachtungen.” Damit sei eine weiterere Ausbreitung verhindert worden.

Die Seuche war Anfang August auf zwei Farmen in der englischen Grafschaft Surrey südlich von London ausgebrochen. In der daraufhin eingerichteten Schutzzone waren rund 500 Tiere gekeult worden.