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Zwei Opfer der Schiesserei von Duisburg beerdigt

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Zwei Opfer der Schiesserei von Duisburg beerdigt

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Nach einem süditalienischen Brauch wurden die Särge der beiden Opfer der Schiesserei von Duisburg beklatscht, die heute in der kalabrischen Stadt Siderno beerdigt worden sind. Die Leichen der Brüder waren erst am Morgen vor Ort eingetroffen.

Aus Angst vor neuen Gewalttaten hatten die Behörden den Trauerzug von der Kirche zum Friedhof untersagt. Auch ein Verbot des Gottesdienstes war kurzzeitig erwogen worden. Polizeikräfte aus ganz Süditalien waren in die Provinstadt gezogen worden.

Der Pfarrer der Kirche forderte in seiner Predigt Reue von den Tätern. Der Bürgermeister von Siderno, Alessandro Figliomeni, fürchtet, dass die Tat in Duisburg ein schlechtes Licht auf seinen Ort werfen könnte: “Das ganze Dorf – und die ganze Region – sind erschüttert darüber, wie schwer dieses Verbrechen war!” Persönlich könne er sich an nichts vergleichbares erinneren.

Die Leichname von weiteren drei der sechs Italiener, die in der vergangenen Woche in der Duisburger Innenstadt ermordet worden waren, sind unterdessen in Italien angekommen. Wahrscheinlich war die Tat ein Racheakt in einer langjährigen Blutfehde zweier Mafia-Clans.