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Nach dem Mord an einem Elfjährigen in Großbritannien sind zwei Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß.

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Nach dem Mord an einem Elfjährigen in Großbritannien sind zwei Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß.

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Die 14 und 18 Jahre alten Jungen wurden gegen Kaution entlassen, teilte die Polizei mit. Rhys Jones hatte vor einem Pub in Liverpool Fussball gespielt, als auf ihn geschossen wurde. Der Täter war mit seinem BMX-Rad auf Rhys zugefahren. Einer von drei abgegeben Schüssen traf ihn am Hals. Anwohner legten am Tatort Blumen nieder. Die Menschen sind tief geschockt: Am Boden zerstört sei sie, so diese Frau. Sie gehe nachts nicht mehr aus dem Haus. Vor den Läden lungerten dutzende Jugendliche herum. Sie denke an die Eltern, sagt diese Nachbarin. Der Sohn gehe zum Fussballspielen, an einem Sommerabend, und wird erschossen. Das sei einfach unbegreiflich.

Seine Freunde beschreiben Rhys als beliebten, freundlichen Jungen, der Rangelein aus dem Weg gegangen sei. Immer habe er gelächelt. Kein schlechtes Wort könne man über ihn sagen. Ein großartiger Kumpel sei er gewesen. Und: sie alle werden ihn vermissen. Mit rund 100 Beamten sucht die Polizei nach den Mördern. Die Tat heizt die Debatte über Gewalt unter englischen Jugendbanden weiter an. Allein in London wurden in diesem Jahr mindestens 17 Teenager erschossen oder erstochen. Die Gefahr, auf britischen Straßen Opfer von Gewalt zu werden, ist nach Expertenmeinung längst höher als in den USA.