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Kein Pardon für Noriega: Abschiebung nach Frankreich droht

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Kein Pardon für Noriega: Abschiebung nach Frankreich droht

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Nach Verbüßung seiner Haftstrafe in den USA wird Panamas Ex-Machthaber Manuel Noriega in Kürze der französischen Justiz gegenüberstehen: Ein US-Gericht lehnte sein Gesuch gegen eine Auslieferung ab. In Frankreich war er in Abwesenheit wegen Geldwäsche verurteilt worden. Seine Anwälte hatten auf seinen Kriegsgefangenen-Status gemäß der Genfer Konventionen gepocht und erwogen aus diesem Grunde nach der Entscheidung des US-Gerichts den Gang vor die Vereinten Nationen.

Nach der US-Invasion in Panama im Dezember 1989 war Noriega festgenommen und in die USA gebracht worden. Dort verurteilte ihn ein Gericht in Miami zu 40 Jahren Gefängnis wegen Drogenhandels. Nach knapp zwei Jahrzehnten soll er im September wegen guter Führung vorzeitig entlassen werden.

Noriega will nach Panama zurück. Seinen Landsleuten ist er nicht unbedingt willkommen. Und auch in der Heimat erwartet den einstigen Militärmachthaber nicht die Freiheit: Dort wurde Noriega wegen Mordes an einem Oppositionellen verurteilt.