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Waldbrände in Griechenland toben weiter


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Waldbrände in Griechenland toben weiter

Die Lage in den griechischen Waldbrandgebieten bleibt auch in der zweiten Nacht verzweifelt. Der Notstand ist auf das ganze Land ausgedehnt worden. Neuntausend Feuerwehrleute versuchen, die Brände einzudämmen, die aber an vielen verschiedenen Stellen zugleich toben. Am schwersten betroffen ist nach wie vor die Halbinsel Peloponnes im griechischen Süden. Wälder brennen aber auch auf der Insel Euböa und nahe der Hauptstadt Athen. Mehr als fünfzig Menschen sind schon ums Leben gekommen, die meisten von ihnen waren in ihren Dörfern vom Feuer eingeschlossen. Mit Bussen und Hubschraubern versuchen die Behörden, möglichst viele Menschen rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Fast neunzig Jahre alt ist eine Frau hier: “Ich bin wütend und traurig,” sagt sie, “dass ich mein Haus verlassen muss. Jetzt wird es abbrennen.”

Auch bis an die Ränder von Athen kommen die Flammen inzwischen; die Rauchwolken sind weithin über den Häusern zu sehen, Asche bedeckt auch das Stadtzentrum. Eine Besserung der Lage ist kaum in Sicht: Die Hitze ist weiterhin extrem, wenigstens haben die stürmischen Winde nachgelassen. Die Behörden machen inzwischen auch Brandstifter für die Feuer verantwortlich. Löschflugzeuge und Hubschrauber sind tagsüber im Dauereinsatz; wenn es dunkel wird, müssen sie aber am Boden bleiben. Viele Länder schicken inzwischen Verstärkung; drei Löschhubschrauber kommen auch aus Deutschland. Mit dem Morgengrauen greifen auch diese zusätzlichen Kräfte nun in den Kampf gegen die Flammen ein.

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