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Die dritte Nacht schon fressen sich die Flammen durch Wälder in Griechenland

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Die dritte Nacht schon fressen sich die Flammen durch Wälder in Griechenland

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Die Brände gelten inzwischen als die schlimmsten seit Menschengedenken. Rund sechzig Menschen sind in den Flammen bisher umgekommen, viele der Opfer waren eingeschlossen in ihren Dörfern oder auf der Flucht in ihren Autos. Die Feuer wüten vor allem auf der Halbinsel Peloponnes, wo für eine Weile auch die antiken Stätten von Olympia bedroht waren. (Schwerpunkte sind aber auch die Insel Euböa und Gebiete nahe der Hauptstadt Athen.)

Die Regierung hat jetzt hohe Belohnungen für Hinweise auf mögliche Brandstifter ausgesetzt: bis zu einer Million Euro für jeden Einzelfall. Vier Verdächtige wurden in den letzten Tagen festgenommen. Die Regierung zeigt sich davon überzeugt, dass Zahl und Ausmaß der Feuer nur durch Brandlegung zu erklären sind. Das griechische Fernsehen zeigt Bilder, auf denen angeblich Brandstifter zu erkennen sind.

Auf die Verteilung der Feuer verweist auch der Minister für Öffentliche Ordnung; und darauf, dass sie oft nachts und an abgelegenen Stellen ausbrächen, wo normale Menschen gar nicht hinkämen.

Am Weltkulturerbe-Ort Olympia, Wiege der Olympischen Spiele, war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot. Das Museum mit seinen Kunstschätzen, das antike Stadion und andere Ruinen blieben unversehrt.