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Spanien und Portugal zusammen gegen die ETA

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Spanien und Portugal zusammen gegen die ETA

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Im Kampf gegen die Terrororganisation ETA wollen die Polizei in Spanien und in Portugal enger zusammenarbeiten. Auslöser ist der Anschlag auf eine spanische Polizeikaserne, vermutlich durch Mitglieder der ETA, vor wenigen Tagen. Das Fluchtauto hatte portugiesische Nummernschilder; Spaniens Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba sagt nun, die ETA habe sich dort womöglich ein kleines Rückzugsgebiet geschaffen.

Die neue Zusammenarbeit solle über das bisherige hinausgehen, und zwar ab heute; mit einer gemeinsamen Kommission von Polizisten, Richtern und Staatsanwälten. Vor zwei Monaten hatte die spanische Polizei außerdem an der Grenze zu Portugal ein Auto mit Sprengstoff entdeckt. Das Fahrzeug war in Lissabon gemietet worden; auch hier fiel der Verdacht auf die ETA.

Seit Jahrzehnten kämpft die ETA mit Gewalt für ein unabhängiges Baskenland. Ihr Rückzugsgebiet war dabei fast immer Frankreich. Im französischen Baskenland wurde jetzt ein Rucksack mit Sprengstoff gefunden. Kurz zuvor schon entdeckte die französische Polizei ein mutmaßliches Sprengstofflabor, das sie ebenfalls der ETA zurechnet.