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Belgien kommt nicht voran: Albert der Zweite sucht nun gemeinsam mit hochrangigen Politikern Ausweg aus Regierungskrise

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Belgien kommt nicht voran: Albert der Zweite sucht nun gemeinsam mit hochrangigen Politikern Ausweg aus Regierungskrise

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Krisenerfahrere Weise aus Belgiens höchsten politischen Rängen sind nun zu König Albert dem Zweiten einbestellt, um den Weg aus der Krise zu finden. Zweieinhalb Monate nach der Parlamentswahl hat Belgien immer noch keine Regierung. Diese Woche beraten nacheinander der scheidende Regierungschef Guy Verhofstadt, sein Vorgänger Jean-Luc Dehaene sowie Politiker der übrigen Parteien den Monarchen.

Dieser hatte seinen Urlaub vorzeitig abgebrochen und spricht inzwischen selbst von einer Krise, eine für den Palast eher unübliche Formulierung. Die unüberwindlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien des reichen, nach noch mehr Autonomie strebenden Flandern und des frankophonen Wallonien hinderten den König letztlich daran, einen neuen Kandidaten für die Regierungsbildung zu beauftragen.

Yves Leterme, der nach seinem Wahlsieg im Juni damit beauftragt war, hatte am Donnerstag das Handtuch geworfen. Nun fürchten Beobachter, dass der Kronrat einberufen wird, der nur fünf Mal in hundertdreißig Jahren in äußersten Krisen tagte.