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Opposition wirft griechischer Regierung Versagen vor

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Opposition wirft griechischer Regierung Versagen vor

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Die Waldbrände in Griechenland werden politische Folgen haben, sagen Beobachter. Doch obwohl die Regierung massiv in der Kritik steht, will sie am Wahltermin, dem 16. September, festhalten. Gestern traf der griechische Ministerpräsident Costas Karamanlis seine Minister zu einer Krisensitzung. Er sagte, der Kampf gegen Feuer und Brandstiftung werde konsequent weitergehen. Dutzende Verdächtige wurden bereits festgenommen. Das reicht für den Chef der oppositionellen Sozialisten, Giorgos Papandreou, nicht aus: “Wir sind deprimiert angesichts der Unfähigkeit der Regierung nicht mal das Leben unserer Bürger zu schützen. Wir sehen zerstörte Wälder und Viehzucht, die Zerstörung der lokalen Wirtschaft, die seit ewigen Zeiten die Region ernährt. Gleichzeitig gehen Schönheit und Traditionen verloren. Wir sind alle entrüstet wegern der größten Umweltkatastrophe in der griechischen Geschichte.”

Am Abend hatten rund 2000 Menschen in Athen demonstriert. Einer der Demonstranten sagte, es gehe nicht um Brandstiftung und Mord, sondern um politische Verantwortung. Schon vor der Demonstration am Montagabend hatte die Regierung 200 Millionen Euro Soforthilfe versprochen.