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Überleben nach der Katastrophe

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Überleben nach der Katastrophe

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Ein kleines Dorf, irgendwo auf dem Peloponnes in der Nähe des historischen Olympia. Seit Tagen schon hat Cristiana ihr Haus nicht verlassen – oder vielmehr, das, was davon übrig ist. Gemeinsam mit ihrem Sohn hatte sie hier ein kleines Café. 30 Jahre Arbeit – in 10 Minuten verbrannt. “Nichts habe sie retten können… nichts”, schluchzt sie. Und jetzt habe sie keine Arbeit mehr und kein Geld, von einem Tag auf den anderen sei alles verschwunden.

Das Schlafzimmer befindet sich nun am einzigen Ort, der verschont wurde: ihrem Kleinwagen. Das Haus war nicht versichert, und es bleibt nur, auf die 6000 Euro Hilfe des griechischen Staates zu warten, von denen keiner weiß, wann sie ankommen. Ein Krieg sei das, sagt Cristianas Sohn Vassilli: “Kein Krieg mit Waffen, sondern eine andere Form des Krieges.”

Nur durch die Hilfe der Nachbarn können sich Cristiana und Vassilli über Wasser halten. Und sie sind nicht die einzigen Einwohner der Peleponnes-Halbinsel, deren Leben sich in einen Ruinenhaufen verwandelt hat.