Eilmeldung

Eilmeldung

Wut auf die Regierung: Griechen schimpfen über schlechtes Krisenmanagement. Mehr als sechzig Tote

Sie lesen gerade:

Wut auf die Regierung: Griechen schimpfen über schlechtes Krisenmanagement. Mehr als sechzig Tote

Schriftgrösse Aa Aa

Während das Feuer weiter in Griechenland tobte, brach sich bei den Bürgern die Wut über schlechtes Krisenmanagement Bahn. Etwa zweitausend Anhänger der Opposition protestierten in Athen gegen die Regierung und warfen ihr wie die Oppositionspolitiker zu spätes Handeln und Versagen vor.

Mehr als sechzig Menschen sind bislang in dem Inferno ums Leben gekommen. Aus Angst vor Brandstiftern durften die Hügel und Berge Athens und Thessalonikis nachts nicht mehr betreten werden. Auch Zugangsstraßen und Parkanlagen wurden gesperrt. Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung wurden mindestens hundert Verdächtige festgenommen. Sieben wurden wegen Brandstiftung angeklagt.

Mehrere Dutzend Löschflugzeuge und Hubschrauber, darunter etliche aus dem Ausland, kämpften weiter gegen die Flammen. Auch am fünften Tag wüteten noch mindestens vier Großbrände und dutzende kleinere auf der Halbinsel Peloponnes. In den kleinen Dörfern warten die Menschen verzweifelt darauf, in Sicherheit gebracht zu werden.

Über 3000 Griechen haben durch das Feuer ihr Obdach verloren. Die Regierung Karamanlis hat den Opfern finanzielle Hilfe versprochen. Aller Kritik zum Trotz hält sie aber am Wahltermin Mitte September fest.