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Hilfe für Griechenland - Feuer verursachen Sachschäden in Milliardenhöhe

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Hilfe für Griechenland - Feuer verursachen Sachschäden in Milliardenhöhe

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Eine Welle der Hilfsbereitschaft schwappt über die von den Waldbränden schwer getroffene Bevölkerung Griechenlands. In einer zentralen Sammelstelle gehen zahlreiche Sachspenden ein: Kleidung oder Güter des täglichen Bedarfs für jene, die durch das Feuer alles verloren haben. Ein Callcenter nimmt sowohl Angebote von Spendern, als auch Gesuche von Betroffenen entgegen. Und auch die finanzielle Hilfe läuft an. Hunderte Menschen strömten im Westen des Peloponnes in die Banken, um die Soforthilfe der Regierung in Empfang zu nehmen: 3000 Euro für jeden Obdachlosen, 10.000 für Familien, die ihr Haus verloren haben. Zudem wurden zinslose Kredite versprochen.

Ingenieure begutachten unterdessen in den betroffenen Regionen die Schäden. Für viele Griechen allerdings sind die Soforthilfen der Regierung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit dem Geld könne er sein Haus nicht wieder aufbauen, sagt ein Mann. Es sei gerade fertig geworden und er habe sehr viel mehr Geld investiert. Und auch eine junge Griechin ist verzweifelt: “Die Menschen hier haben alles verloren. Alles ist zerstört. Wir hatten Olivenbäume und Orangenhaine, aber jetzt ist nichts, absolut nichts mehr da.”

Insgesamt 184.000 Hektar Land verbrannten bei den verheerenden Feuern. Die Sachschäden werden auf bis zu fünf Milliarden Euro geschätzt. Mehr als 100 Dörfer wurden ganz oder teilweise zerstört, 4,5 Millionen Olivenbäume wurden ein Raub der Flammen, ebenso 60.000 Schafe und Ziegen. Die Zahl der getöteten Menschen ist noch ungewiss – mindestens aber liegt sie bei 64.