Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Neue Kämpfe in Kerbala - Al-Sadr ruft seine Anhänger zur Ruhe auf


welt

Neue Kämpfe in Kerbala - Al-Sadr ruft seine Anhänger zur Ruhe auf

Der Machtkampf zwischen den rivalisierenden Schiiten-Parteien im Irak dauert an. In der Pilgerstadt Kerbala kam es am Mittwoch erneut zu heftigen Gefechten zwischen Kämpfern des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr und Regierungstruppen des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. Auch US-Truppen waren in die Auseinandersetzungen verwickelt. Am Nachmittag verkündete der Nationale Sicherheitsberater, die Lage in Kerbala sei wieder unter Kontrolle. Al-Maliki, der am Mittwoch morgen selbst nach Kerbala geflogen war, verhängte eine unbefristete Ausgangssperre über die Stadt.

Am Dienstag waren bei schweren Gefechten mehr als 50 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Über die Opferzahl bei den neuerlichen Kämpfen wurde zunächst nichts bekannt. Hunderttausende Pilger, die zum Jahrestag der Geburt des Imams Mohammed al-Mahdi nach Kerbala gekommen waren, haben die Stadt wieder verlassen.

Muktada Al-Sadr versucht unterdessen offenbar selbst, zur Beruhigung der Lage beizutragen. Er rief seine Anhänger zur Selbstdisziplin und Ruhe auf und forderte sie auf, mit den irakischen Sicherheitskräften zusammenzuarbeiten. Außerdem ordnete er die Einstellung aller Aktivitäten seiner Mahdi-Miliz für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten an. Al-Sadrs Miliz zählt zu den berüchtigtsten schiitischen Extremistengruppen im Irak.

Mehr zu:

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Nach Waldbränden in Griechenland laufen Finanzhilfen an - Noch keine Entwarnung