Eilmeldung

Eilmeldung

Kein Durchbruch bei neuerlichen Kosovo-Verhandlungen in Wien

Sie lesen gerade:

Kein Durchbruch bei neuerlichen Kosovo-Verhandlungen in Wien

Schriftgrösse Aa Aa

Die Fronten im Kosovo-Konflikt bleiben verhärtet. Bei der neuen Vermittlungsrunde in Wien erklärten sich am Donnerstag zwar beide Seiten zu weiteren Gesprächen bereit, rückten aber nicht von ihren Positionen ab. Vor allem die Kosovo-Albaner betonten, dass weder die Unabhängigkeit, noch die territoriale Einheit der Provinz verhandelbar seien. Die Vermittler, Vertreter der EU, der USA und Russlands, blieben im Anschluss vorsichtig. EU-Vertreter Wolfgang Ischinger sagte, beide Seiten hätten wiederholt versichert, alle Taten oder Worte zu vermeiden, die den Fortschritt des Prozesses gefährden könnten. Diesen Prozess bezeichnete Ischinger als Herausforderung. Ein wenig konkreter wurde der Verhandler für Russland, Alexander Botsan-Kharchenko. “Wir haben ernsthafte und detaillierte Diskussionen begonnen”, sagte er, “aber es gab keinen Durchbruch und das hat auch niemand erwartet.”

Bei der Verhandlungsrunde waren nur getrennte Gespräche mit beiden Seiten geführt worden, denn die albanischen Spitzenpolitiker sind mit den serbischen Abgesandten tief zerstritten.