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Türkische Armee macht Ablehnug des neuen Staatspräsidenten deutlich

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Türkische Armee macht Ablehnug des neuen Staatspräsidenten deutlich

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Wenige Tage nach der Vereidigung des neuen türkischen Staatspräsidenten werden die Spannungen zwischen Abdullah Gül und der Armee deutlich: Für die Militärparade zum so genannten “Tag des Sieges” am Donnerstag erhielt Güls Frau keine Einladung. Die Armee, die sich traditionell als Verteidiger der von Kemal Atatürk eingeführten Trennung von Religion und Staat sieht, brachte damit ihre Ablehnung des Kopftuchs von Hayrünissa Gül zum Ausdruck. Zuvor hatte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan einen Appell an die Streitkräfte gerichtet und sie aufgefodert, das Trennende beiseite zu lassen. Aber schon bei einer Feierstunde am Mittwoch zeigten die Militärs ihre Ablehnung des neuen Präsidenten: Einige Generäle verweigerten Gül den Gruß, der Armeechef setzte sich nieder, bevor Gül Platz genommen hatte und verletzte damit das Protokoll.

Mit der Parade am “Tag des Sieges” wird an den Sieg über die Griechen in Kleinasien 1922 erinnert. Und sowohl Gül als auch Erdogan schienen entschlossen, die feindselige Haltung der Militärs zu ignorieren.