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Zweikampf um Chefposten beim IWF

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Zweikampf um Chefposten beim IWF

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Nach Ablauf der Bewerbungsfrist für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds gibt es zwei Kandidaten. Unterstützt von den USA präsentierte die EU den früheren französischen Finanzminister Dominique Strauss-Kahn. Angesichts der Machtverhältnisse beim Fonds gilt er als Favorit. Der russische Vorschlag, den früheren tschechischen Zentralbanker Josef Tosovsky zu berufen, brachte die bisherigen Gewohnheiten durcheinander. Traditionsgemäß steht an der Spitze des IWF ein Europäer, bislang stets eine Westeuropäer.

Nach Kritik aus den Schwellenländern, aber auch aus Großbritannien an der Nominierung von Strauß-Kahn, stellte die EU den Schwellenländern in Aussicht, mittelfristig den IWF-Chef zu stellen.

IWF und die Weltbank wurden 1944 in Bretton Woods als Pfeiler einer neuen Weltwirtschaftsordnung nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen. Der Chef der Weltbank wird traditionsgemäß stets von den USA gestellt.