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Bombendrohungen der ETA behindern Rückreiseverkehr in Spanien

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Bombendrohungen der ETA behindern Rückreiseverkehr in Spanien

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Nach der Festnahme von vier ETA-Kämpfern in Südfrankreich beraten am Montag in Paris hohe Polizeibeamte aus Frankreich und Spanien über die Fortsetzung des Kampfes gegen die baskische Untergrundorganisation. Unter den Festgenommenen befindet sich der mutmaßliche stellvertretende Militärchef der ETA und ein führender Sprengstoffexperte der Untergrundorganisation.

Bei dem Häuschen, in dem das Quartett aufgegriffen wurde handelt es sich nach Informationen spanischer Medien um die “wichtigste Bombenwerkstatt der ETA in Südfrankreich”. Hier soll auch ein Ausbildungsvideo aufgenommen worden sein, in dem die Herstellung von Sprengsätzen gezeigt wird. Außerdem wurden mehrere hundert Kilo verschiedener Sprengstoffe gefunden.

Einen Tag nach der Festnahme des ETA-Kommandos detonierte am Sonntag an einer Landstraße in Nordspanien ein Sprengsatz. Es war einer von fünf Orten, für die ein anonymer Anrufer zuvor Explosionen angekündigt hatte. Der Mann hatte behauptet, er rufe im Auftrag der ETA an. Die Explosion richtete kaum Schaden an.

Wegen der Bombendrohungen wurden aber mehrere Autobahnabschnitte gesperrt. Der Rückreiseverkehr wurde erheblich behindert.