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Fusion Suez-GdF in trockenen Tüchern

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Fusion Suez-GdF in trockenen Tüchern

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Der französische Staatskonzern GdF wird mit dem Versorger Suez fusionieren. Die Aufsichtsräte der beiden Konzerne billigten auf Sondersitzungen am Sonntag den Zusammenschluss. Mit der politisch motivierten Fusion verhindert der französische Staat eine Übernahme von Suez durch ein italienischen Konkurrenten. Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde ist begeistert: “Zwei der drei größten Energiekonzerne kommen künftig aus Frankreich. Das ist gut, weil wir damit eine starke Verhandlungsposition haben”, freut sich die Ministerin.

Die Gewerkschaften sind gegen die Fusion, sie fürchten um ihren Einfluss. Funktionär Jean-François Lejeune malt gar ein Horrorszenario, das den Erfahrungen im Rest Europas widerspricht: “Privatisierungen im Energiesektor haben stets zu Qualitätsverluste und höheren Preise geführt. Das ist schwer zu akzeptieren”, behauptet der Funktionär.

Auf Druck von Präsident Sarkozy muss Suez einen Teil seiner Wasseraktivitäten abspalten. Damit kann der Zusammenschluss als so genannte “Fusion unter Gleichen” mit dem deutlich kleineren Staatskonzern GdF dargestellt werden.