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Gaz de France und Suez geben Fusion bekannt

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Gaz de France und Suez geben Fusion bekannt

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Der französische Staatskonzern Gaz de France und der private französisch-belgische Versorger Suez haben ihre Fusion bekanntgegeben. Der französische Staat werde mit 35 Prozent Anteil Hauptaktionär des Gesamtkonzerns, teilten beide Unternehmen in Paris mit. Die neue GDF/Suez kommt auf 90 Milliarden Euro Marktkapitalisierung und 72 Milliarden Euro Umsatz. Sie wird damit zu einem der größten Energieversorger der Welt. Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde sagte, zwei der größten Energiekonzerne kämen künftig aus Frankreich. Das sei gut, denn das verleihe dem Land im Fall von Verhandlungen eine starke Position. Der neue Konzern ist der größte Flüssiggasanbieter der Welt und der größte Erdgaskonzern der EU. Die Gewerkschaften sind gegen die Fusion, sie fürchten um ihren Einfluss. Ein Sprecher kritisierte, dass Privatisierungen auf dem Energiemarkt stets zu Qualitätsverlusten und höheren Preisen geführt hätten. Das sei nur schwer zu akzeptieren. Die Fusion soll über einen vereinbarten Aktientausch im Verhältnis von 21 GDF-Aktien zu 22 Suez-Papieren erfolgen. Die erwarteten Synergien liegen nach Angaben der Unternehmen bei einer Milliarde Euro. Ein Teil der Aktivitäten im Bereich Wasser muss der neue Konzern abgeben.