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Tausende Trauernde gedenken der Opfer des Geiseldramas von Beslan

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Tausende Trauernde gedenken der Opfer des Geiseldramas von Beslan

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Drei Jahre nach dem blutigen Geiseldrama von Beslan haben Tausende Menschen in der Stadt im Nordkaukasus der mehr als 300 Todesopfer gedacht. Zahlreiche Angehörige versammelten sich in der “Schule Nummer 1”, in der die Geiselnahme begonnen hatte, und in der Fotos an jene Kinder erinnern, die bei dem Drama getötet worden waren.

Auf dem Friedhof von Beslan ließen Kinder 334 Luftballons für die Opfer in den Himmel steigen. Hunderte Menschen hatten sich hier eingefunden, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Und auch in Moskau wurde der Tragödie von Beslan gedacht. Viele Menschen zündeten im Stadtzentrum Kerzen für die Toten an. Das Kabinett von Präsident Wladimir Putin legte eine Schweigeminute ein.

Die Rolle der russischen Regierung ist bis heute unklar geblieben. Viele Hinterbliebene kritisieren, dass der Kreml das damalige Versagen des Krisenstabs und der Einsatzkräfte vertuscht habe. Tschetschenische Terroristen hatten am 1. Schultag in der Schule in Beslan mehr als 1.200 Geiseln in ihre Gewalt gebracht. Drei Tage später kam es zu einem stundenlangen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften, in dessen Verlauf 334 Menschen getötet wurden, darunter 186 Kinder. Zahlreiche Überlebende befinden sich noch heute in psychologischer Behandlung, um das Trauma zu überwinden.