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Börse reagiert skeptisch auf ehrgeizige Ziele von Peugeot Citroen

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Börse reagiert skeptisch auf ehrgeizige Ziele von Peugeot Citroen

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Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroen will bis Ende des Jahres in Europa bis zu 8000 Stellen abbauen. Bis 2010 soll sich bei der Nummer zwei in Europa hinter Volkswagen die Gewinnmarge verdoppeln. Gleichzeitig will der neue Vorstandschef, Ex-Airbus-Boss Christian Streiff, mehr als 10 Prozent mehr Autos absetzen.

In den kommenden drei Jahren werde PSA zum “wettbewerbsfähigsten Autohersteller” Europas und 53 neue Modelle auf den Markt bringen, sagte er, darunter auch ein Billigauto. Ein Hybriddiesel soll 2010 eingeführt werden.

(Hinter dem Belegschaftsabbau bei steigender Produktion stecken auch die ehrgeizigen Vertriebsziele. “Ein Werk muss im Herzen des Marktes sein”, verkündete Streiff. Wenn also Chinesen ab 2010 eine Million Autos pro Jahr kaufen sollen, setzt Streiff auf die Kooperation mit Dongfeng an der Ostküste und bastelt an einer Zusammenarbeit mit dem Hersteller Hafei in Südchina.

Das Unternehmen wolle frei werdende Stellen nicht wieder besetzen. Zudem könnten Mitarbeiter freiwillig die Firma verlassen.) Auf dem Heimatmarkt Frankreich macht PSA bereits ernst: In diesem Jahr sollen 4800 von 122.000 Jobs wegfallen. Die Aktienmärkte muß Streiff erst noch überzeugen. Die PSA-Aktie reagierte auf die Zielvorgaben erst mal mit einem Abschlag.