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Kolumbien: FARC wollen mit Chavez verhandeln

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Kolumbien: FARC wollen mit Chavez verhandeln

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Die kolumbianischen FARC-Rebellen sind offenbar bereit, mit der Regierung zu verhandeln. Die marxistische Guerilla wolle ein Vermittlungsangebot des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez akzeptieren, teilte ihr Anführer, Manuel Marulanda mit. Chavez, der ebenfalls linke Positionen vertritt, hatte sich als Unterhändler in dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt angeboten. Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe hatte dem vergangene Woche zugestimmt.

Chavez strebt einen Gefangenenaustausch an. Für die Freilassung von 500 FARC-Kämpfern soll die Guerilla ihre 45 Geiseln freilassen, darunter auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Sie wird seit über fünf Jahren gefangen gehalten.

Die Verhandlungen könnten allerdings einen Rückschlag durch den Tod eines hochrangigen FARC-Kämpfers erhalten. Tomas Medina war zusammen mit 16 weiteren Rebellen bei einem Militärschlag am Wochenende getötet worden. Er wurde von den USA wegen Kokainschmuggels gesucht. Die FARC kämpft für eine sozialistische Landreform in Kolumbien. Sie finanziert sie sich zu großen Teilen durch den Drogenhandel.