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UNO-Generalsekretär im Sudan

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UNO-Generalsekretär im Sudan

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Ein Besuch des UNO-Generalsekretärs soll nun im Sudan für Bewegung sorgen: Persönlich will Ban Ki-Mun für seinen neuen Plan für das Krisengebiet Darfur werben. Dazu gehört zum einen, dass wie vorgesehen im nächsten Jahr die Friedenstruppe stationiert wird, wie sie vom UNO-Sicherheitsrat schon gebilligt worden ist. Es geht um 26 000 Soldaten und Polizisten von UNO und Afrikanischer Union: der größte Einsatz in der Geschichte der Vereinten Nationen.

Ban will zum anderen aber auch politische Gespräche über die Zukunft von Darfur: Im Oktober soll die Regierung mit mehreren Rebellengruppen verhandeln. Der dritte Punkt in seinem Plan sind wirtschaftliche und humanitäre Hilfe. In Darfur kämpfen seit mehr als vier Jahren Rebellengruppen gegen regierungstreue arabische Milizen, die so genannten Dschandschawid. Nach Angaben der UNO starben in diesen Auseinandersetzungen schon rund 200 000 Menschen, meist Unbeteiligte.

Mehr als zwei Millionen Menschen sind außerdem aus ihren Dörfern vertrieben worden und auf der Flucht. Ban will auch eins dieser Flüchtlingslager besuchen. Außerdem reist er in die Nachbarländer Tschad und Libyen: Gerade Libyen ist für die Friedensmission wichtig – durch das Land führt der kürzeste Weg für Truppen und Hilfstransporte.