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Britische Behörde erlaubt Züchtung von Mensch-Tier-Hybridembryos

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Britische Behörde erlaubt Züchtung von Mensch-Tier-Hybridembryos

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Grünes Licht für einen umstrittenen Forschungszweig in Großbritannien: Die zuständige Behörde hat am Mittwoch der Kreuzung menschlicher und tierischer Erbanlagen prinzipiell zugestimmt. Demnächst entscheidet eine Kommission endgültig über die Zulassung des Verfahrens. Damit soll das Problem gelöst werden, dass der Stammzellenforschung nicht genug menschliche Eizellen zur Verfügung stehen. “An einem Tag können wir 200 Eizellen von Kühen aus einem Schlachthof bekommen”, sagt Wissenschaftler Lyle Armstrong. Dasselbe gelte für Hasen oder Schweine, deren Eizellen man ebenfalls verwenden könne. Und damit werde die embryonale Stammzellenforschung vereinfacht.

In dem Verfahren wird menschliche DNA in eine entkernte tierische Eizelle eingepflanzt. Die entstehenden Hybrid-Embryos sind zu mehr als 99 Prozent menschlich und zu etwa 0,1 Prozent tierisch. Aus ihnen werden die Stammzellen extrahiert. Die aus der Forschung gewonnenen Erkenntnisse sollen Nutzen für die Behandlung von Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer bringen.