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Erneut Rückrufaktion von Mattel-Spielzeug aus chinesischer Produktion

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Erneut Rückrufaktion von Mattel-Spielzeug aus chinesischer Produktion

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Erneut hat der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel mit einer gewaltigen Rückrufaktion Eltern und Kinder verunsichert. Wegen bleihaltiger Farbe nahm der US-Konzern elf Produktreihen der Marken Fischer-Price, Barbie und Geotrax vom Markt. Es handelt sich vor allem um Zubehörteile wie Barbie-Möbel.

Mattel-Vorstandschef Bob Eckert bedauerte die neuerliche Rückrufaktion. Sie gehe auf verschärfte Kontrollen des Unternehmens zurück, die Mattel Anfang August nach Bekanntwerden der ersten Fälle Gesundheitsgefährdender Spielwaren eingeführt hatte.

Die Probleme mit der chinesischen Produktion kamen Mattel an der Börse bislang teuer zu stehen. Seit Mitte Juli büßte der Aktienkurs des Unternehmens 20 Prozent ein.

In den vergangenen fünf Wochen hat Mattel mit drei Rückrufaktionen insgesamt etwa 21 Millionen in China hergestellte Spielzeuge wegen möglicher gesundheitlicher Gefahren aus dem Verkehr gezogen. Dieser und andere Skandale um gefährliche Waren aus China hatten zu einem handfesten Streit zwischen der EU-Kommission und Peking geführt.

Inzwischen stammt allein das Spielzeug in deutschen Kinderzimmern zu 80 Prozent aus China. Als Folge des Skandals wird die Nachfrage nach Holzspielzeug aus heimischer Produktion immer größer.